BuCon 2022

BuCon 2022

Dem Buchmesse Convent, kurz BuCon, eilt der Ruf voraus, das “große Familientreffen” der heimischen Phantastik-Szene zu sein. Die Parallelveranstaltung zur deutlich größeren Frankfurter Buchmesse entstand aus dem Wunsch heraus, sich abseits des Messetrubels zu treffen und auszutauschen. Mit mehr als 40 Ausstellenden und über 50 Panels, Lesungen und Programmpunkten im Jahr 2022 ist der BuCon mittlerweile selbst zu einer beachtenswerten Literaturveranstaltung geworden. Das Familiäre, das Geekige und der Charme blieben dabei erhalten, wie wir – Chris und Sarah – bei unserem ersten Besuch feststellen durften.

Ausstellende

Die großen Verlagshäuser sucht man auf dem BuCon vergeblich. Stattdessen präsentierten sich u . a. der Science-Fiction-Club Deutschland, Onlinemagazine und Blogs (wie bspw. Warp-Core.de), Selfpublisher und natürlich viele kleine, unabhängige Verlage, deren Publikationen wir immer wieder gerne im Weltenportal besprechen und rezensieren, bspw. Verlag Torsten Low, Art Skript Phantastik Verlag, Verlag ohneohren, Amrun Verlag, Plan9, Saphir im Stahl usw.

Lesungen

Über den gesamten Tag hinweg fanden in den verschiedenen Sälen des Bürgerhauses Panels und Lesungen statt; fast durchgehend sechs Programmpunkte zur selben Zeit. Alleine dadurch – und den Umstand, auch mal eine Pause zum Quatschen, Essen und Büchershoppen zu benötigen 😉 – konnten wir leider nur einen kleinen Teil des Programms genießen. Die Entscheidung, wohin wir gehen, fiel nicht immer leicht.

Anja Stürzer und Kai Focke

Phantastische Miniaturen: in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar erscheinen regelmäßig die Phantastischen Miniaturen – schmale Sammelbände mit Kürzestgeschichten (max. 700 Wörter Umfang) zu einem vorgegebenen Thema. Alexander Röder, Friedhelm Schneidewind, Jacqueline Montemurri, Kai Focke und Anja Stürzer gaben je eine Geschichte zum Besten, welche die Vielfalt in diesen Publikationen unterstreicht.

Aiki Mira

Aiki Mira: Ganz plötzlich, so scheint es, erschien Aiki Mira im vergangenen Jahr in der deutschen Science-Fiction-Szene und räumte mit Utopie27 nicht nur den ersten Platz in der Kurzgeschichten-Kategorie der beiden großen Preise (KLP, DSFP) ab, sondern war mit weiteren Geschichten nominiert. Entsprechend groß war der Andrang bei der Lesung. Die Autorx las aus “Titans Kinder” sowie eine sprachlich toll komponierte Szene aus dem kommenden Cyberpunk-Roman “Neongrau”.

Jacqueline Montemurri

Einen gut gefüllten Raum hatte im Anschluss Jacqueline Montemurri bei ihrer Lesung zu ihrem vielversprechenden Roman “Der verlorene Planet”.

Jörg Fuchs Alameda, Torsten Low

Verlag Torsten Low: Es lasen Verleger Torsten Low (Arndt Ellmer: Das Schaukelpferd), Jörg Fuchs Alameda (Mysterien der See) und Karsten Zingsheim (Das zersplitterte Land). Torsten hatte bei der pointierten Erzählung die Lacher auf seiner Seite, während Jörg seiner düsteren Geschichte mit einem Hang zur Theatralik Intensität verlieh. Den Abschluss bildete Karsten, der eine Szene aus “Das zersplitterte Land” mit ruhiger Stimme, aber fesselnd erzählt vortrug.

Janika Rehak, Yvonne Tunnat, Michael Schmidt

Der Tod kommt auf Zahnrädern: Auf das Panel von Yvonne Tunnat, Michael Schmidt und Janika Rehak zur Steampunk-Anthologie haben wir uns besonders gefreut – umso mehr, als vor und nach der Lesung Fruchtgummi von den Lesenden herumgereicht wurde ;). Die drei präsentierten Geschichten wurden nicht nur auf individuelle Weise gelungen vorgetragen, sondern machten mit inhaltlicher Vielfalt neugierig auf die Sammlung.

(C) Thorsten Küper – Thorsten Küper lud alle Anwesenden, die bereits bei den „Brennenden Buchstaben“ lasen oder bei “Talkien“ mitdiskutierten, zu einem Gruppenfoto

Familientreffen, wie es sein soll

Das Schönste beim Besuch des BuCon war jedoch, viele Autor:innen, die u. a. im Weltenportal oder in Anthologien von Chris veröffentlicht haben, sowie zahlreiche Menschen aus der Buchblase in der realen Welt kennengelernt zu haben.

Natürlich haben wir es versäumt, uns gemeinsam abzulichten. Ein Glück, dass Jörg Fuchs Alameda da war 😉

’til we meet again

Eines steht fest: Wir sind angefixt. Während der Con-Blues noch beim Verfassen dieses Monatsbeitrags mitschwingt, freuen wir uns schon auf den nächsten Besuch.

Jol Rosenberg … inkognito 😉
Ausbeute … Teil 1 😉

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